Jedes elektrische Gerät, das wir an eine Steckdose anschließen, stellt eine bestimmte Belastung für das Netz dar. Je nach Verteilung kann diese Belastung ohmsch, induktiv oder kapazitiv sein. Ohmsche und induktive Belastungen werden in der Literatur am häufigsten im Zusammenhang mit Haushalten und der Industrie erwähnt. Die Kenntnis ihrer Eigenschaften und der Gesamtauswirkungen auf das Netz ist entscheidend für die richtige Dimensionierung der Elektroinstallation (entweder neu oder bei einer Sanierung), die Auswahl von FI-Schutzschaltern, Schutzschaltern oder anderen Komponenten.
Ohmsche Last ist ein Begriff, was die Umwandlung von elektrischer Energie in normale Wärme ausdrückt. Es enthält keine Magnetfelder oder Spulen.Typische Beispiele für Geräte, bei denen Strom auch in Wärme umgewandelt wird, sind verschiedene elektrische Heizgeräte und Heizkörper, Backöfen, Kochfelder, Haartrockner, Wasserkocher und dergleichen.Dieser Vorgang tritt jedoch auch bei anderen Geräten auf, beispielsweise bei LED-Deckenleuchten Ein Teil der Energie wird in Wärme umgewandelt.
Bei einer ohmschen Last tritt keine Phasenverzögerung auf und die Leistungsaufnahme ist konstant.Darüber hinaus lässt es sich nach dem sogenannten Ohmschen Gesetz einfach berechnen.
Geräte mit induktiver Last enthalten Spulen oder Wicklungen, die ein noch kleineres Magnetfeld erzeugen. Dies sind kompliziertere Geräte mit beweglichen Teilen.Typische Beispiele sind verschiedene Elektromotoren in Waschmaschinen, Pumpen oder Ventilatoren, leistungsstarke Transformatoren, elektromagnetische Geräte und dergleichen.
Bei deren Einsatz hinkt der Strom der Spannung hinterher und es kommt zu einer Phasenverschiebung, wodurch beim Einschalten ein Einschaltstromstoß und beim Ausschalten eine Spannungsüberhöhung auftreten kann.Zur Korrektur dieser Phänomene werden beispielsweise Kondensatoren eingesetzt.
Für einen normalen Bewohner oder Wohnungseigentümer sind diese Daten irrelevant. Wenn Sie jedoch ein Haus bauen oder die elektrische Installation in der Wohnung rekonstruieren möchten,Fragen Sie bitte den ausgewählten Elektriker, ob er diese Art von Last bei der Planung und Ausführung berücksichtigt hat. Nicht alle FI-Schutzschalter und andere Komponenten des Verteilerkastens sind für induktive Lasten geeignet.Externe Kompensationskondensatoren sollten ebenfalls Teil der größeren elektrischen Installation sein. Seien Sie besonders vorsichtig bei der Auswahl Zeitschaltuhren, Dimmer oder Sensoren dein LED-Beleuchtung und prüfen Sie die maximal zulässige Belastung, da es für induktive und ohmsche Lasten meist unterschiedliche Richtwerte gibt.
Wenn Ihr Techniker den Unterschied zwischen ohmschen und induktiven Lasten kennt und dieses Wissen bei der Auswahl bestimmter FI-Schutzschalter anwendet, trägt er dazu bei, viele zukünftige Ausfälle Ihrer Elektroinstallation zu vermeiden.Sie vermeiden übermäßigen Verschleiß der Komponenten und erreichen als Bonus eine höhere Sicherheit Ihrer Elektroinstallation.